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Pressemitteilung -

Hand in Hand für Geflüchtete aus der Ukraine

Große Solidarität bei Bürgerinnen und Bürgern im Barnim – Landkreis, Städte, Ämter und Gemeinden verständigen sich zu gemeinsamem Vorgehen

Beinahe zwei Wochen nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine dauern die kriegerischen Handlungen weiter an. Derweil steigt die Zahl der Geflüchteten, die Deutschland erreichen, täglich. Die Kreisverwaltung rechnet aktuell mit bis zu 4.000 Geflüchteten, die im Landkreis Barnim Schutz suchen werden.

„Der Ausbruch des Krieges und die Bilder, die uns seitdem aus der Ukraine erreichen, sind nur schwer zu ertragen“, erklärt Daniel Kurth, Landrat des Landkreises Barnim. „Den Geflüchteten, die uns jetzt erreichen, unverzüglich Hilfe zukommen zu lassen, hat jetzt höchste Priorität. Eine zentrale Aufgabe für den Landkreis ist es, die erforderlichen Kapazitäten zur Unterbringung zu schaffen.“

Gemeinsames Vorgehen


Am Mittwoch, dem 9. März 2022, kamen die Verwaltungsspitzen des Landkreises, der Landrat und die Verantwortlichen des Ukraine-Stabs im Landkreis Barnim im Kreishaus zusammen, um sich über die aktuelle Lage auszutauschen und das weitere Vorgehen abzustimmen. Themen waren u.a. die Klärung von personellen Verantwortlichkeiten, Finanzierungsfragen und weiteren offenen Punkten im Zusammenhang mit der Unterbringung der Geflüchteten und der Koordinierung von Hilfsangeboten. Große Einigkeit herrschte insbesondere darüber, dass angesichts der Situation schnelle und unbürokratische Unterstützungsangebote gefordert seien.

Die Unterbringung von Geflüchteten ist eine Aufgabe, die alle verfügbaren Kräfte auf kommunaler Ebene fordert. Landkreis, Städte, Ämter und Gemeinden arbeiten hier Hand in Hand. In ersten Gesprächen konnten kurzfristig bereits rund 1000 Unterbringungsplätze für größere Personengruppen identifiziert werden. Insgesamt stehen im Landkreis aktuell rund 1600 Plätze zur Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine zur Verfügung. Täglich werden weitere potenzielle Liegenschaften zur Unterbringung von Geflüchteten gemeldet und geprüft.

Einigkeit herrschte auch darüber, den Geflüchteten aus der Ukraine in ihrer aktuellen Situation keine zusätzlichen Belastungen aufzubürden. Mit Blick auf noch offene Fragen im Zusammenhang mit der Registrierung der Geflüchteten über die Zentrale Ausländerbehörde u.a. in Eisenhüttenstadt drängt der Landkreis im Einvernehmen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie den Amtsdirektorinnen und -direktoren auf eine zügige Schaffung dezentraler Lösungen auf Landesebene.

Große Solidarität im Barnim


Aufgrund des dringlichen Bedarfs und der dynamischen Lage hatten der Landkreis sowie verschiedene Kommunen im Barnim die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, sich zu melden, wenn sie die Möglichkeit haben, Geflüchtete privat aufzunehmen. Der Landkreis hat hierfür die E-Mail-Adresse ukraine-hilfe@kvbarnim.de ins Leben gerufen.

„Die Resonanz aus der Bevölkerung ist bereits jetzt sehr groß“, berichtet Silke Nessing, Sozialdezernentin und Leiterin des Ukraine-Stabes im Landkreis Barnim. „Aus den Angeboten, die in den Gemeinden vor Ort und bei uns eingegangen sind, gehen rund 670 Unterbringungsplätze hervor. Mein Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit verschiedentlichen Unterstützungsangeboten für die Geflüchteten aus der Ukraine engagieren. Wir arbeiten weiterhin intensiv an der Identifizierung und Schaffung von Unterbringungskapazitäten. Mit Blick auf den voraussichtlichen Bedarf nehmen wir weiterhin Angebote zur möglichen Unterbringung von Geflüchteten auf.“

Wichtig:
Angesichts der leidvollen Situation formieren sich derzeit zahlreiche, auch private Initiativen zur Unterstützung der Menschen aus der Ukraine. Der Landkreis Barnim begrüßt grundsätzlich jede Form des Engagements. Dennoch wird darum gebeten, von privaten Transporten Geflüchteter innerhalb Deutschlands an den staatlichen Aufnahme- und Verteilungsstrukturen vorbei abzusehen, solange dies nicht aufgrund einer akuten Gefährdungslage dringend erforderlich ist.

Bürgerinnen und Bürger, die Geflüchtete aus der Ukraine privat aufgenommen haben oder dies noch tun, werden zudem dringend gebeten, dies ihrer jeweiligen Gemeindeverwaltung oder dem Landkreis mitzuteilen.
Die Kreisverwaltung kann hierfür über die E-Mail-Adresse ukraine-hilfe@kvbarnim.de oder über die Hotline unter 03334 214 1400 kontaktiert werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass diesen Menschen so schnell wie möglich die ihnen zustehenden und teils dringend benötigten Hilfe- und Versorgungsleistungen, u.a. im medizinischen Bereich, erhalten.

Sach- und Geldspenden


Wie groß die Hilfsbereitschaft gegenüber den Menschen aus der Ukraine im Landkreis Barnim ist, zeigt sich auch an der Vielzahl der Sach- und Geldspenden, die von verschiedenen Initiativen, Organisationen und Vereinen derzeit organisiert werden. Der Landkreis befindet sich hierfür in enger Abstimmung mit der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal, die über mehr als 25 Jahre Erfahrungen in der Organisation von Hilfen für die Ukraine verfügt. Diese und weitere Unterstützungsangebote sowie weiterführende Informationen sammelt der Landkreis auf seiner Internetseite. Für zweck- bzw. ortsgebundene Sach- und Geldspenden können sich Bürgerinnen und Bürger bei ihren jeweiligen Gemeinden melden.

Robert Bachmann
Pressesprecher

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Robert Bachmann

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