Landkreis Barnim folgen

Landrat und Deutsche Post pflanzen 2000 Douglasien

News   •   Sep 26, 2018 17:04 CEST

Foto: Pressestelle LK Barnim/Oliver Köhler

Insgesamt 40 Mitarbeiter der Deutschen Post haben gemeinsam mit Barnims Landrat Daniel Kurth, dem Teams des Stadtforsts Eberswalde und der Schutzgemeinschaft Wald im Stadtwald Eberswalde 2000 Douglasien gepflanzt. Ziel war es, das Waldgebiet aufzuforsten, in dem Sturmtief „Xavier“ vergangenen Herbst großflächig Bäume umgerissen hatte. „Der Barnim ist ein Landkreis in dem Nachhaltigkeit und Umweltschutz groß geschrieben werden. Deshalb freuen wir uns, dass sich Unternehmen wie die Deutsche Post an solchen Aktionen beteiligen“, erklärte Landrat Daniel Kurth, der sich bei den Mitarbeitern für den Einsatz bedankte und selbst auch noch einige Setzlinge in den Boden brachte.

Die 2000 Douglasien hier in Eberswalde seien Teil einer großangelegten Mission, sagte Frank Bettgenhäuser, Chef der Deutschen Post der Neuen Bundesländer. „Ich selbst komme aus einer land- und forstwirtschaftlichen Familie und bin mit dem Pflanzen von Bäumen groß geworden. Deshalb freue ich mich ganz besonders über dieses Projekt und dass wir speziell in dem von Sturm Xavier massiv betroffenen Forst einen ökologischen Beitrag leisten.“ Die von Bettgenhäuser angesprochene Mission ist ein weltweites Projekt der Deutschen Post. Dabei pflanzen Mitarbeiter ehrenamtlich weltweit mit Partnern aus den jeweiligen Regionen eine Million Bäume pro Jahr. Ziel ist es bis zum Jahr 2050 alle logistikbezogenen Emissionen auf null reduzieren.

Im Stadtwald Eberswalde hat der Sturm "Xavier" auf 30 Hektar Schaden angerichtet. In einigen Bereichen ist es notwendig, die natürlichen Wiederbewaldungsprozesse durch Pflanzungen zu unterstützen. „Wir werten in Ergänzung zu natürlich wachsenden Buchen, Berg- und Spitzahorn eine etwa ein Hektar große Windwurffläche durch die Pflanzung auf. Die 2000 Douglasien sollen den zukünftigen Bestand stabilisieren und stellen eine alternative Baumart für die Waldwirtschaft dar. Auch gehen wir davon aus, dass artenreiche und strukturierte Waldbestände gegenüber dem Klimawandel eine höhere Resilienz als Monokulturen besitzen“, sagte Stadtförster Matthes Krüger.

Die Douglasie war bis zur letzten Eiszeit auch in Mitteleuropa heimisch, gilt jedoch heute als fremdländische Baumart. Als Ergänzung in heimischen Mischbeständen bringt sie jedoch eine Reihe von Vorteilen mit. So kann sie gut mit längeren Hitzeperioden umgehen und verleiht dem Bestand durch ihr tiefgreifendes Herzwurzelsystem mehr Stabilität um zukünftige Windwürfe zu vermeiden.

Angehängte Dateien

PDF-Dokument