Landkreis Barnim folgen

​„Sicherung der Deponie Eberswalde Ostend vor dem Abschluss“

News   •   Mär 21, 2018 11:21 CET

Seit Anfang des Jahres 2013 läuft die Sicherung und Rekultivierung der Deponie Eberswalde Ostend. Mit der Umsetzung des Verfahrens wurde die kreiseigene Barnimer Dienstleistungsgesellschaft mbH vom Landkreis Barnim beauftragt. Grundlage dafür bildet die Plangenehmigung des Landesamtes für Umwelt Brandenburg aus dem Jahr 2013. Bisher wurden von der 18 ha großen Deponiefläche bereits 10,3 ha gesichert. In diesem Jahr hat nun die Abdeckung des letzten ca. 7,7 ha großen Deponieabschnittes begonnen. Der Gesetzgeber gibt hierfür klare Regelungen vor, wie die aufzubringende Abdeckung z. B. mit Bauschutt und Asche für die Tragschicht, einer 2,5 Millimeter starken Kunststoffbahn, Drainageschicht und Mutterboden aufzubauen ist. Die Schichtstärke insgesamt beträgt 1, 50 Meter. Die Gesamtkosten werden sich auf ca. 20 Mio. EUR belaufen. Nach Abschluss des letzten Bauabschnittes schließt sich dann noch über einen Zeitraum von 30 Jahren eine notwendige Nachsorge an.

Der höchste Punkt der Deponie wird dann eine Höhe von 71 m aufweisen und somit 57 Meter über dem Marktplatz der Kreisstadt liegen.

Der Landkreis Barnim muss diese Summe aus den gebildeten Gebührenrücklagen finanzieren, ist aber in der glücklichen Lage, Fördermittelzuschüsse von der Europäischen Union und dem Land Brandenburg einbeziehen zu können.

Seit 1955 nutzten die Eberswalder Bürgerinnen und Bürger die ehemalige Lehmgrube in Ostend als Mülldeponie. Ungefähr 5 Mio. m³ Abfall wurden dort bis zur Schließung im Jahr 2009 entsorgt. Seit dem Jahr 2003 nutzt der Landkreis die bei den Zersetzungsprozessen entstehenden Methangasmengen für die Stromerzeugung. Mit der fortschreitenden Abdeckung sinken u. a. auch die Gasmengen kontinuierlich, so dass im Gegensatz zum Jahr 2007, wo Strom für 40.000 EUR pro Monat eingespeist, im letzten Jahr nur noch 17.000 EUR pro Monat Strom eingespeist wurden. Es ist davon auszugehen, dass die Verstromung des Methangases noch bis zum Jahr 2026 möglich sein wird.

Nach einer europaweiten Ausschreibung hat die Firma Strabag den Auftrag zur Schließung des letzten Deponieabschnittes bekommen und mit den ersten Materialanlieferungen für die Tragschicht im Februar dieses Jahres begonnen. Dieser Bauabschnitt beinhaltet die Abdichtung der letzten ca. 7,7 ha inklusive der Oberflächenwasserfassung und –ableitung, den Bau von Deponiewegen, die Einbindung und Instandsetzung der Deponiegaserfassung und die Begrünung der Fläche.

Die Fertigstellung des letzten Bauabschnittes ist für Mai/Juni 2019 geplant.

Unabhängig davon bleibt natürlich der Recyclinghof im Vorfeld der Deponie bestehen, da er sehr gut von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird und in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Anstieg der Anlieferungen zu verzeichnen hat.

Joachim Hoffmann

Amtsleiter Bodenschutzamt