Landkreis Barnim folgen

ASP im Barnim: Fallwildsuche erfolgreich

Pressemitteilung   •   Sep 24, 2021 09:30 CEST

Foto: Landkreis Barnim / Robert Bachmann


Maßnahmen zur Bekämpfung der ASP im Landkreis Barnim zeigen bislang Wirkung – Fallwildsuchen durch fußläufige Trupps finden künftig aber nur noch an zwei Tagen in der Woche statt

Seit dem 29. Juli 2021 führt der Landkreis Barnim verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) durch. Neben dem Bau von Schutzzäunen werden mit Unterstützung von zahlreichen freiwilligen Helfern intensive Fallwildsuchen zur genauen Einordnung der ASP-Lage im Landkreis sowie zur Bergung von infizierten Kadavern durchgeführt.

Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Mit Stand vom 24. September 2021 wurden im Landkreis Barnim insgesamt 21 Fälle der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen nachgewiesen. Sämtliche Funde wurden bis dato im sogenannten Gefährdeten Gebiet in einem 10-Kilometer-Radius rund um die ursprüngliche Fundstelle gemacht.

Zur vorläufigen Sicherung des Kerngebiets rund um die ursprüngliche Fundstelle wurden in den zurückliegenden Wochen bereits mehr als 46 Kilometer meist Elektro-, aber auch Bauzaun aufgestellt. Um die weitere Ausbreitung des Seuchengeschehens in Richtung Westen zu verhindern, befinden sich weitere 100 Kilometer Festzaun im Bau.

Im ersten Schritt werden dazu auf einer Nord-Süd-Tangente entlang der Landesstrasse 200 von Eberswalde Richtung Angermünde und entlang der Bundesstraße 167 von Eberswalde Richtung Bad Freienwalde Zäune errichtet. Nach derzeitigem Plan sollen sie die westliche Begrenzung der sogenannten weißen Zone bilden.

„Wir betrachten die aktuelle Lage im Barnim vorsichtig optimistisch“, urteilt Dr. Volker Mielke, Amtstierarzt des Landkreises Barnim, nach den intensiven Absuchen in den vergangenen beiden Monaten. „Zum jetzigen Zeitpunkt befinden sich alle Funde in dem von uns definierten Kerngebiet.“

In der 41. Kalenderwoche werden keine Absuchen durch fußläufige Trupps stattfinden. Grund ist, dass das lokale Bekämpfungszentrum in Lunow für die vielen ehrenamtlichen Helfer in dieser Woche nicht zur Verfügung steht. „In der 41. KW werden wir verstärkt mit Drohnen und Hunden suchen.“

Ab der 42. KW also dem 18. Oktober werden die Absuchen durch fußläufige Trupps nur noch an zwei Tagen in der Woche, jeweils Dienstags und Donnerstags, durchgeführt. Wer bei der Bekämpfung der ASP im Landkreis Barnim helfen möchte, ist herzlich eingeladen, sich unter folgender E-Mailadresse anzumelden:

ehrenamt-asp@kvbarnim.de.

Alle Freiwilligen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 10 Euro pro Stunde. Zusätzlich werden sie vor Ort mit einem warmen Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen versorgt. Der Landkreis Barnim übernimmt darüber hinaus die Unfall- und Haftpflichtversicherung für die Dauer des Einsatzes.

„Damit wir die Ausbreitung der ASP im Barnim genau im Blick behalten, werden wir über Jahre regelmäßig Fallwildsuchen durchführen müssen“, erklärt Dr. Mielke. „Nur auf Grundlage der daraus gewonnenen Erkenntnisse können Ausnahmegenehmigungen oder Erleichterungen bei den Maßnahmen in den verschiedenen Restriktionszonen für Land- und Forstwirte, Tierhalter, Jäger sowie einfache Bürger erteilt werden. Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmals ausdrücklich bei den vielen freiwilligen Helfern, die uns bereits bei der Fallwildsuche begleiten und hoffe, dass sich auch weiterhin Menschen bei uns melden, die uns bei diesem ‚Marathon‘ unterstützen.“

Hinweis:

Für die Fallwildsuche werden festes Schuhwerk, geschlossene sowie outdoor geeignete Kleidung und ein sehr gute Ausdauer und Fitness benötigt. Die Trupps bewältigen zwischen 10 – 15 Kilometer am Tag durch zum Teil schweres und unwegsames Gelände. Dabei ist es leider nicht möglich und erlaubt, den eigenen Hund mitzuführen. Darüber hinaus können nur volljährige Personen an der Suche teilnehmen.

Robert Bachmann

Pressesprecher