Pressemitteilung -
Glatteis- und Kälteperiode im Barnim
Landrat dankt Einsatzkräften und Helfenden für außergewöhnliches Engagement
Der seit Anfang Januar anhaltende Kälteeinbruch mit Schnee, Eis und teils extremen Glatteisbedingungen hat den Landkreis Barnim in den vergangenen Wochen vor besondere Herausforderungen gestellt. Zwar steigen die Temperaturen aktuell wieder in mildere Bereiche und Eis sowie Schnee beginnen zu tauen, dennoch kommt es insbesondere in den Morgenstunden weiterhin vereinzelt zu glatten Straßen und Wegen.
Landrat Daniel Kurth nimmt die aktuelle Wetterlage zum Anlass, allen Beteiligten ausdrücklich für ihren außergewöhnlichen Einsatz zu danken: "Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie leistungsfähig und solidarisch unser Landkreis ist. Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die unter erschwerten Bedingungen teils bis an ihre Belastungsgrenzen gegangen sind, um die Sicherheit und Versorgung der Bevölkerung jederzeit zu gewährleisten."
Der Dank des Landrates richtet sich ausdrücklich an die Einsatzkräfte der Feuerwehren, der Polizei, des Rettungsdienstes sowie an die Hilfsorganisationen, die vielerorts in zusätzlichen Schichten tätig waren. Ebenso würdigt der Landrat das Engagement der Ärztinnen und Ärzte sowie des gesamten Personals in den Krankenhäusern und Arztpraxen, das sich einer spürbaren Mehrbelastung gestellt hat.
Besonders deutlich wurde dies im Notfallzentrum des GLG Werner Forßmann Klinikums in Eberswalde. Seit Beginn des Kälteeinbruchs Anfang Januar verzeichnete das Notfallzentrum im Durchschnitt rund 12 bis 15 Prozent mehr Patientinnen und Patienten mit witterungsbedingten Sturzverletzungen im Vergleich zu schneefreien Tagen im Dezember 2025. Ende Januar und Anfang Februar 2026 verschärfte sich die Situation weiter: Täglich wurden insgesamt 120 bis 150 Patientinnen und Patienten versorgt. Am Mittwoch, dem 4. Februar 2026, stellten sich im Tagesverlauf rund 200 Personen im Notfallzentrum vor - etwa doppelt so viele wie an einem sonst bereits stark frequentierten Tag. Bei rund der Hälfte der Patientinnen und Patienten lagen witterungsbedingte Stürze mit entsprechenden Verletzungen vor.
Die Versorgung dieser hohen Fallzahlen konnte nur durch das enge Zusammenwirken aller Fachbereiche und Stationen - insbesondere der Notfallmedizin, Unfallchirurgie, Radiologie und Intensivmedizin - sowie durch die Unterstützung der Pflegedienstleitung, der Verwaltungsdirektion und des Rettungsdienstes sichergestellt werden. Das Notfallzentrum des Werner Forßmann Klinikums hat dabei zu keinem Zeitpunkt Einschränkungen in der notfallmedizinischen Versorgung vorgenommen und alle Patientinnen und Patienten versorgt, auch wenn es angesichts der Lage vereinzelt zu Wartezeiten kam.
Dank spricht der Landrat zudem den kommunalen und privaten Winterdienstleistenden aus, die mit hohem Einsatz für möglichst sichere Straßen und Wege gesorgt haben. "Es war richtig und verantwortungsvoll, dort, wo es erforderlich war, den zeitlich begrenzten Einsatz von Taumitteln auch im privaten Bereich zuzulassen", so der Landrat. Dank gelte dabei auch den Kommunen im Barnim, die ihre Bürgerinnen und Bürger aktiv unterstützt haben, indem sie unkompliziert und unbürokratisch Streugut zur Verfügung gestellt haben. Diese Maßnahmen haben vielerorts dazu beigetragen, Gehwege und Zuwegungen sicherer zu machen und Unfälle zu vermeiden.
Ein besonderer Dank gilt schließlich den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich jenseits professioneller Strukturen engagiert haben - sei es durch Einkaufshilfen für ältere oder eingeschränkte Nachbarinnen und Nachbarn, durch Unterstützung im Alltag oder durch aufmerksame Nachbarschaftshilfe. "Dieser Zusammenhalt ist keine Selbstverständlichkeit. Er zeigt, was unseren Landkreis Barnim ausmacht", betont der Landrat. "Lassen Sie uns auch in den kommenden Tagen einander helfen, wo es nötig ist."
Robert Bachmann
Pressesprecher