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Pressemitteilung -

Verkehrsunfalllage im Barnim

Langzeittrend zeigt sinkende Gesamtunfallzahlen – Verkehrsunfallkommission nimmt Unfallhäufungsstellen ins Visier

Die Polizeidirektion Ost hat der Verkehrsunfallkommission (VUK) des Landkreises Barnim die Unfalllage für das Jahr 2021 präsentiert. Die polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle sind im Bereich der VUK von 3.725 auf 3.696 gesunken. Darunter waren 471 Unfälle mit Personenschäden und 592 Personen wurden dabei verletzt (- 18,1 %).

„Wir werten diese Unfälle ortsbezogen aus und versuchen so herauszufinden, wo sich Unfälle häufen, worauf sie zurückzuführen sind und welche Maßnahmen als geeignet erscheinen, um Unfälle zu vermeiden“, erklärt Marcel Kerlikofsky, Leiter der Verkehrsunfallkommission.

Der Langzeittrend zeigt nicht nur sinkende Gesamtunfallzahlen sondern auch einen Rückgang bei der Unfallschwere. In den vergangenen Jahren konnte die VUK Barnim zahlreiche Unfallhäufungsstellen entschärfen.

„In der Verkehrssicherheitsarbeit müssen wir uns immer wieder mit konkurrierenden Interessen auseinandersetzen. Da braucht es einen langen Atem und mitunter kreative Maßnahmen. Deshalb freut mich vor allem die positive Entwicklung der Verkehrsunfalllage im Landkreis Barnim. In meiner Zeit als Leiter der örtlichen Verkehrsunfallkommission konnten wir die Schwere der Verkehrsunfälle deutlich reduzieren. Wir haben abseits der klassischen Möglichkeiten unseren Weg gefunden und Lösungen kreiert.“

Grafik: Übersicht zur Entwicklung der Verkehrsunfalllage:


Die Barnimer Verkehrsunfallkommission hat in den letzten Jahren vielfältige Verkehrsversuche umgesetzt. Hierzu gehören in erster Linie die Verkehrsversuche zum Einsatz der Rüttelstreifenmarkierung an den Unfallhäufungsstellen:

  • zwischen Bernau und Blumberg (Bernauer Chaussee/ Blumberger Chaussee/ Börnicker Landweg),
  • zwischen Liepe und Oderberg und
  • an der Seerandstraße zwischen Joachimsthal und Eichhorst.

Auf diesen Strecken sind unterschiedliche Rüttelmarkierungen zum Einsatz gekommen, da die Problemlagen dieser Strecken nicht vergleichbar sind. Die Maßnahmen wirken und die Unfallkommission konnte zahlreiche Unfallhäufungsstellen entschärfen. Dazu gehörte in der Vergangenheit auch die deutliche Reduzierung der Baumunfälle.

Grafik: Entwicklung der Baumunfälle:

„Das Straßenumfeld soll so ausgebildet werden, dass ein Abkommen von der Fahrbahn nicht zu schweren Unfallfolgen führt. In der Unfallkommission folgen wir damit dem Prinzip des Fehler verzeihenden Straßenumfeldes. Ist eine solche Gestaltung nicht möglich, sind Fahrzeugrückhaltesysteme [Schutzplanken] oder sogar Geschwindigkeitsreduzierungen erforderlich. Das haben wir in den letzten Jahren konsequent umgesetzt.“

Für das Jahr 2021 war erstmalig wieder ein Anstieg bei Baumunfällen festzustellen. „Die Entwicklung zeigt, dass stetig sinkende Unfallzahlen kein Selbstläufer sind, sondern dafür kontinuierliche und große Anstrengungen notwendig sind. Beim Pflanzen neuer Bäume ist zu berücksichtigen, dass diese zu gefährlichen Hindernissen heranwachsen.“

Die VUK Barnim hat zum Ziel, die Zahl der schweren Verkehrsunfälle zu reduzieren. Strategisch möchte die Unfallkommission mit ihren Maßnahmen die Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr, die Reduzierung der Verkehrsunfälle, die Verminderung der Unfallfolgen, den Schutz von schwächeren Verkehrsteilnehmern sowie die Erhöhung der Normenakzeptanz erreichen.

„Die angeordneten Geschwindigkeitsreduzierungen müssen wir auch konsequent überwachen. Eine hohe und für Verkehrsteilnehmer wahrnehmbare Präsenz der Verkehrsüberwachung ist die Basis einer erfolgreichen Unfallprävention.“

Hinweisbeschilderung an Motorradstrecken

Die Straßenverkehrsbehörde bereitet derzeit alles für die Installation von dreizehn Hinweistafeln vor. Hierzu wurden drei unterschiedliche Varianten entwickelt, mit denen eine direkte Ansprache an die Motorradfahrenden erfolgen soll . Bei der Ansprache geht es um die Themen Tempo und Lärm. Für das Projekt hat der Landkreis Barnim beim brandenburgischen Innenministerium Fördermittel beantragt.

„Der positive Fördermittelbescheid liegt uns bereits vor. Derzeit erfolgt die öffentliche Ausschreibung. Parallel befinden wir uns in der Abstimmung der zu schließenden Verwaltungsvereinbarung mit dem Landesbetrieb Straßenwesen als Straßenbaulastträger.“

Die Hinweistafeln werden im Straßenraum des Landes Brandenburg errichtet. Dahingehend ist eine Verwaltungsvereinbarung zu den jeweiligen Verpflichtungen abzuschließen. Erst nach Unterzeichnung kann ein Zuschlag an das durch Ausschreibung ermittelte Unternehmen erteilt werden. Die Hinweisschilder sollen am Werbellinsee, im Bereich des Schiffshebewerkes und in der Gemeinde Wandlitz errichtet werden.

Robert Bachmann
Pressesprecher

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