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Fotos: Landkreis Barnim/Bachmann

Pressemitteilung

Barnimer Sicherheitskonferenz 2026

Polizei, Kommunen und Landkreis im engen Austausch zur Sicherheitslage

Am Freitag, den 19. Juni 2026, fand die diesjährige Barnimer Sicherheitskonferenz im Neuen Rathaus der Stadt Bernau bei Berlin statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, der Justiz sowie weiterer kommunaler Institutionen waren der Einladung von Landrat Daniel Kurth und dem Leiter der Polizeiinspektion Barnim, Jens Starigk, gefolgt. Im Mittelpunkt des bewährten Dialogformates standen die Sicherheits-, Kriminalitäts- und Verkehrslage des Jahres 2025 sowie aktuelle Herausforderungen für Polizei, Kommunen und Verwaltung.

Landrat Daniel Kurth betonte die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs: "Sicherheit entsteht durch Zusammenarbeit. Die Barnimer Sicherheitskonferenz bietet die Möglichkeit, Entwicklungen gemeinsam zu bewerten, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Der enge Schulterschluss zwischen Polizei, Kommunen, Justiz und Verwaltung bleibt eine wesentliche Grundlage für die hohe Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl der Menschen im Barnim."

Kriminalitätslage weiter rückläufig

Inspektionsleiter Starigk stellte die aktuelle Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2025 vor. Die Polizeiinspektion Barnim registrierte insgesamt 10.057 Straftaten. Damit setzte sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der registrierten Straftaten erneut deutlich.

Auch die Kriminalitätshäufigkeitszahl - die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner - verringerte sich auf 5.180. Damit liegt der Landkreis Barnim weiterhin deutlich unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote auf 53,8 Prozent.

Positiv entwickelten sich insbesondere verschiedene Eigentumsdelikte. So ging die Zahl der besonders schweren Diebstähle insgesamt zurück. Deutlich rückläufig war zudem die Zahl der Kellerdiebstähle. Auch die Betäubungsmittelkriminalität verzeichnete einen erheblichen Rückgang.

Demgegenüber stieg die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle nach dem niedrigen Niveau des Vorjahres wieder deutlich an. Die Polizei kündigte an, ihre Präventions- und Kontrollmaßnahmen in diesem Bereich weiter zu intensivieren.

Jens Starigk, Leiter der Polizeiinspektion Barnim: "Die Entwicklung der Kriminalitätszahlen zeigt, dass der Barnim weiterhin zu den sicheren Regionen Brandenburgs gehört. Gleichzeitig machen einzelne Deliktbereiche deutlich, dass wir unsere Präventions- und Ermittlungsarbeit konsequent fortsetzen müssen, um auf neue Entwicklungen frühzeitig reagieren zu können."

Einsatzaufkommen weiterhin auf hohem Niveau

Die Polizeiinspektion Barnim bewältigte im Jahr 2025 insgesamt 23.342 Einsätze. Damit blieb die Einsatzbelastung auf einem konstant hohen Niveau. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei Versammlungen und Veranstaltungen. Während die Zahl der Einsätze insgesamt leicht zurückging, stieg die Anzahl der polizeilich begleiteten Versammlungen und Veranstaltungen erneut an.

Den größten Anteil am Einsatzgeschehen hatten Maßnahmen der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung. Hinzu kamen zahlreiche Amts- und Vollzugshilfen für Gerichte, Behörden und andere Polizeidienststellen.

Verkehrsunfälle leicht rückläufig - Zahl der Verkehrstoten gestiegen

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Barnim sank im Jahr 2025 auf 4.543. Auch die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden sowie die Zahl der verletzten Personen gingen leicht zurück.

Gleichzeitig kamen 13 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Zu den häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle zählen weiterhin Vorfahrtsverstöße, überhöhte Geschwindigkeit sowie Alkohol am Steuer.

Die Polizei wird ihre Maßnahmen zur Verkehrssicherheitsarbeit und Prävention deshalb auch künftig fortsetzen und gezielt auf die Hauptunfallursachen ausrichten.

Prävention bleibt wichtiger Bestandteil der Sicherheitsarbeit

Ein weiterer Schwerpunkt der Sicherheitskonferenz war die Präventionsarbeit der Polizeiinspektion Barnim. Die Angebote reichen von Sicherheitsberatungen zum Schutz vor Einbruchskriminalität über Verkehrssicherheitsprojekte bis hin zu Informationsveranstaltungen für Schulen, Vereine und Seniorinnen und Senioren.

Polizei und Landkreis waren sich einig, dass Prävention weiterhin ein wesentlicher Baustein erfolgreicher Sicherheitsarbeit bleibt. Ziel ist es, Straftaten frühzeitig vorzubeugen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nachhaltig zu stärken.

Kommunen benennen aktuelle Herausforderungen und gute Zusammenarbeit

Im anschließenden Austausch berichteten Vertreterinnen und Vertreter der Städte, Gemeinden und Ämter über aktuelle Entwicklungen in ihren Kommunen.

Die Teilnehmenden hoben die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Polizei, Kommunen und Landkreis hervor. Die Barnimer Sicherheitskonferenz habe sich als wichtiges Forum etabliert, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. Einigkeit bestand darüber, den engen Austausch auch künftig fortzuführen.

Landrat Daniel Kurth dankte abschließend allen Beteiligten für ihr Engagement: "Der Barnim ist und bleibt ein sicherer Landkreis. Mein Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Polizei ebenso wie den Verantwortlichen in den Kommunen, der Justiz, den Hilfsorganisationen und den vielen ehrenamtlich Engagierten. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag für das Sicherheitsgefühl und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Landkreis."

Robert Bachmann
Pressesprecher

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