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Bürgermeister Wilfried Gehrke (l.), Rettungsdienst-Geschäftsführer Claudius Kaczmarek (m.) und Landrat Daniel Kurth bei der Besichtigung der Baustelle - witterungsbedingt aus dem Rettungsbus der BGG heraus. Foto: Landkreis Barnim/Bachmann

Pressemitteilung —

Baustart für neue Rettungswache in Blumberg

Landkreis Barnim schafft dauerhaften Standort für den Rettungsdienst im wachsenden Süden des Kreisgebietes

Mit dem Neubau einer modernen Rettungswache in Blumberg stärkt der Landkreis Barnim die rettungsdienstliche Versorgung im Süden des Kreisgebietes. Der Standort hat sich bereits seit mehreren Jahren im praktischen Betrieb bewährt und erhält nun eine dauerhafte und zukunftsfähige bauliche Grundlage. Mit der Fertigstellung wird im Sommer 2027 gerechnet.

Landrat Daniel Kurth: "Mit dem Baustart in Blumberg setzen wir einen weiteren wichtigen Baustein unserer kreisweiten Infrastrukturstrategie um. Während wir im Norden des Landkreises mit dem Neubau in Joachimsthal gerade die Zielgerade erreichen und zuvor bereits Standorte wie Oderberg, Finowfurt und Biesenthal modernisiert oder neu errichtet haben, stärken wir nun gezielt den stark wachsenden Süden des Barnims. Wir schaffen hier gute Bedingungen für unsere Einsatzkräfte und sorgen zugleich dafür, dass schnelle rettungsdienstliche Hilfe auch künftig verlässlich dort ankommt, wo sie gebraucht wird."

Bürgermeister Wilfried Gehrke: "Für unsere Gemeinde ist die neue Rettungswache in Blumberg ein wichtiger Schritt für eine verlässliche und schnelle medizinische Versorgung. Gerade in einer wachsenden Gemeinde wie Ahrensfelde zählt im Ernstfall jede Minute. Dass sich der zunächst provisorische Standort bewährt hat und nun dauerhaft in Blumberg verankert wird, ist deshalb eine sehr gute Nachricht für unsere Einwohnerinnen und Einwohner. Ich freue mich, dass Landkreis und Gemeinde hier gemeinsam eine tragfähige Lösung gefunden haben und wir mit dem Grundstück sowie der verkehrlichen Erschließung unseren Beitrag zu diesem wichtigen Infrastrukturprojekt leisten können."

Dem Neubau vorausgegangen ist eine mehrjährige Entwicklung. Ausgangspunkt waren steigende Hilfsfristen im bisherigen Rettungswachenbereich Seefeld. Eine Analyse der Einsatzdaten zeigte, dass dabei weniger die Zahl der verfügbaren Rettungsmittel als vielmehr die langen Fahrwege innerhalb des Versorgungsgebietes eine entscheidende Rolle spielten. Dieses erstreckt sich von Tiefensee im Raum Werneuchen bis nach Eiche in der Gemeinde Ahrensfelde.

Um eine veränderte räumliche Verteilung der Rettungsmittel zu erproben, richtete der Landkreis deshalb 2022 zunächst für drei Monate einen provisorischen Rettungswachenstandort in Blumberg ein. Die Auswertung bestätigte den Ansatz: Vom Standort Blumberg aus konnten die Hilfsfristen in den betroffenen Bereichen verbessert werden.

Daraufhin wurde der Standort verstetigt. Seit Juli 2022 stellt die Gemeinde Ahrensfelde dem Rettungsdienst Räumlichkeiten auf dem kommunalen Bauhof in Blumberg zur Verfügung. Parallel dazu wurde nach einer dauerhaften Lösung gesucht. Diese konnte auf einem kommunalen Grundstück gefunden werden, auf dem nun die neue Rettungswache entsteht.

Die Wache wird konsequent auf die heutigen Anforderungen des Rettungsdienstes ausgerichtet. Geplant sind unter anderem eine rund 134 Quadratmeter große Fahrzeughalle, fünf Ruheräume, Aufenthalts- und Sozialbereiche, Umkleiden und Sanitäranlagen sowie separate Funktionsräume für Desinfektion und Lagerung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Krisensicherheit. Als Bestandteil der kritischen Infrastruktur muss der Rettungsdienst auch unter außergewöhnlichen Bedingungen möglichst lange handlungsfähig bleiben. Die neue Wache wird deshalb so geplant und ausgestattet, dass der Betrieb auch bei länger anhaltenden Stromausfällen und anderen Notlagen möglichst aufrechterhalten werden kann.

Auch bei der verkehrlichen Erschließung werden die Anforderungen des Rettungsdienstes berücksichtigt. Für die Einsatzfahrzeuge ist eine direkte Ausfahrt in Richtung Freienwalder Chaussee vorgesehen. Der übrige Verkehr wird über die Straße am Bahnhof geführt, die durch die Gemeinde Ahrensfelde erst kürzlich entsprechend ertüchtigt wurde.

Auf dem insgesamt rund 7.992 Quadratmeter großen Areal entsteht neben der Rettungswache auch ein Busdepot der Barnimer Busgesellschaft. Die gemeinsame Nutzung des Standortes und die abgestimmte Erschließung ermöglichen eine sinnvolle Bündelung kommunaler Infrastruktur.

Mit dem Neubau wird aus der 2022 zunächst als Provisorium gestarteten Rettungswache ein dauerhafter Standort für die rettungsdienstliche Versorgung im Süden des Landkreises Barnim.

Robert Bachmann
Pressesprecher

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